Vorwort des Präsidiums
Donnerstag, 25. März 2010 - 20:00 Uhr (Neuigkeiten)
Liebe Anhänger des Zwickauer Fußballs, liebe FSV-Fans,
die Lage unseres Vereins lässt keinen Raum für Auseinandersetzungen um mögliche Fehler oder Versäumnisse der Vergangenheit. Betriebswirtschaftliche Fakten lassen sich aber nicht schönreden und eine notwendige “Rosskur” ist überfällig. Manch redlicher Partner des Vereins wird unweigerlich hohe Verluste hinnehmen müssen – mit dieser Einsicht sollte der Verein jenen dankbar sein, die vormals alles versucht haben, aber dennoch gescheitert sind. Schön, dass wir aus dem Umfeld – selbst bei unseren Rivalen in Chemnitz oder Aue – keine Häme verspüren – auch dafür sind wir dankbar. Hätten die organisierten Fans am 07. März nicht mit ihrem großartigen Auftritt ein unüberhörbares Zeichen der Zuversicht gesetzt – keiner der Sponsoren oder Förderer wie auch wir vom Präsidium würden guten Gefühls auch nur eine Minute oder einen Cent für den Verein verschwenden, so aber bietet die prekäre Situation eine neue Chance für solides Wirtschaften. Lasst uns wieder auf die guten Zwickauer Tugenden besinnen, indem wir z.B. unser Augenmerk auf die “eigenen Talente” und deren Fortkommen in Ausbildung und Beruf sichern, worin das breite Spektrum von Unternehmen der Region sicher gerne beitragen möchte. Lasst uns wieder soliden Fußball pflegen, ohne gleich mit jeder sportlichen Krise jene anzugreifen, die Verantwortung tragen und setzt bitte Spieler wie Funktionäre nicht mit unrealistischen Zielen unter Druck, der dem Amateurfußball nicht angemessen ist. Alle brauchen ein hohes Maß an Besonnenheit und Ruhe. Die “schönste Nebensache der Welt” soll uns allen Spaß und nicht Frust bereiten. Seien wir froh, dass mit Herrn Rechtsanwalt Junghänel von der Kanzlei Handschumacher & Merbecks ein Zwickauer die Insolvenzprüfung übernahm, der nicht die “Plattmache” sondern den Fortbestand des Fußballs auf der Halde im Sinn hat.
Jedes Mitglied und jeder Partner unseres Vereins kann davon ausgehen, dass unser gemeinsames Anliegen nicht von selbsternannten Bescheidwissern und Zaungästen realisiert werden wird, sondern – so, wie die Fans es vorleben – von vielen Initiativen für die wirtschaftliche und damit sportliche Gesundung durch uns selbst. Wie für unsere Kicker auf dem Rasen ist jetzt Teamwork gefragt – mit der Stadt, mit dem Verband und vor allem mit den Unternehmen der Region; die ersten Signale sind ermutigend.
Lasst uns mit Augenmaß und Zuversicht arbeiten, dann skandieren wir alle:
“Sei ein Optimist, die Fahne wird gehisst! Wir sind der Beweis, Zwickau bleibt Rot-Weiß!”










