FSV Zwickau siegt 3:1 gegen Dynamo Dresden II
Sonntag, 03. Oktober 2010 - 20:54 Uhr (Aktueller Spieltag)
Der FSV Zwickau bleibt weiter in der Erfolgsspur und festigte mit seinem 3:1 Heimsieg gegen Dynamos Zwote Tabellenplatz 5, sodass mit einem Sieg im Nachholer derzeit sogar der 2. Rang möglich wäre. Den Grundstein für den Heimsieg gegen die Dynamos legte die Quade-Elf in einer aggressiv und resolut geführten Anfangsviertelstunde. Matchwinner war dabei Christof Neumann, der vor 1.210 Rot-Weißen und Schwarz-Gelben Freunden bei bestem Fußballwetter gleich zweimal per Kopf einnetzte. Zunächst nickte er nach neun Minuten aus Nahdistanz eine Jazwinski-Ecke am langen Pfosten ein, dann stand Neumann nach 24 Minuten diesmal am kurzen Pfosten ungedeckt vollkommen richtig und hatte keine Mühe, die gute Hereingabe von Felix Lietz zu verwerten.
Ein anderer Stürmer, nämlich Jörg Laskowski, musste diesmal auf der Bank Platz nehmen. Für ihn rückte Danny Troschke in die Startelf, ebenso Tom Wilhelm, der für Gillert spielte. Bei den Gästen spielte der ehemalige Dynamo-Kapitän Maik Wagefeld in der Abwehrkette. Zudem verstärkten mit Torhüter Benjamin Kirsten, Sebastian Schuppan (kam vor der Saison aus Paderborn) und Florian Grossert (Neuzugang von Hansa Rostock) einige Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft die Dynamo-Reserve. Doch auch diese vermochte es nicht, den FSV in den ersten 45 Minuten in Verlegenheit zu bringen, vielmehr schnürten die Rot-Weißen die Gäste in ihrer Hälfte ein, sodass es lediglich nach 35 Minuten einmal brenzlig wurde. Doch Trehkopf konnte retten. Ansonsten immer wieder dasselbe Bild: Der FSV ließ den Ball und auch die Gegner gut laufen, schaltete immer wieder schnell um und kombinierte sicher. So hat man als Heimelf aufzutreten. Chancen zu einer noch höheren Führung waren dabei ebenfalls vorhanden, doch Steffen Kellig scheitert einmal an Benny Kirsten selbst und zuvor klärte die Dynamo-Abwehr für den bereits geschlagenen Dresdner Torhüter einen Kopfball des FSV-Stürmers. Hälfte zwei begann dann ähnlich wie die gegen Luckenwalde. Zwickau ließ den nötigen Biss aus den ersten 45 Minuten vermissen und ließ die Dresdner besser ins Spiel kommen. Dennoch war es der FSV, der nach einer Stunde die Entscheidung herbeiführte. Stefan Schumann verwandelte einen Handelfmeter sicher, vorausgegangen war dem ein Handspiel eines in der Mauer stehenden Dresdners nach Wölfel Freistoß vom Strafraumeck.
Für zusätzliche Motivation sorgte aber auch dieser Treffer nicht. Die Strafe für dieses Verwalten des Ergebnisses folgte prompt und auf äußerst kuriose Weise. Nachdem Sebastian Schuppan alleine auf FSV-Torwart Wohlfeld zulief und diesen umkurvte passte er in die Mitte, wo die Zwickauer Verteidigung den Ball zunächst zu klären vermochte. Der vermeintliche Befreiungsschlag landete aber am Knie des zurück ins Tor eilenden Wohlfelds, wovon er dann schließlich über Linie rollte. Augenscheinlich wurde die Quade-Elf nun nervöser, das spürten auch die Dynamos und warfen noch einmal alles nach vorn. Die größte Chance zum Anschluss hatte wiederum Schurpan nur drei Minuten später. Nach guter Einzelleistung schoss er den Ball aber alleinstehend vor Wohlfeld übers Tor. Die letzte Chance im Spiel hatte dann wieder der FSV und so konnte sich Benny Kirsten bei einem Schuss von Kellig aus Nahdistanz noch einmal auszeichnen. Natürlich war es ein verdienter Heimsieg der Quade-Elf, die eine sehr engagierte erste Hälfte spielte. An den zweiten 45 Minuten, besonders an der Schlussviertelstunde muss aber gearbeitet werden, denn gegen stärkere Gegner, die noch kommen werden, bedarf es 90 Minuten volle Konzentration. (Matthias Bley)
Aufstellungen:
FSV: Wohlfeld, Strobel (69. E. Fischer), Trehkopf (55. Gillert), Schumann, Lietz, Jazwinski, Troschke, Wilhelm (61. Laskowski), Wölfel, Neumann, Kellig
SGD II: Kirsten, Kunze, Leistner, Wagefeld, Merkel (81. Hoppadietz), Scholze, Grossert, Schuppan, Soltau, Tozar (46. Krömer), Dießner (26. Worbs)
Tore: 1:0 Neumann (9.), 2:0 Neumann (24.), 3:0 Schumann (60./Handelfmeter), 3:1 Wohlfeld (72./Eigentor)
Gelbe Karten: Troschke – Krömer, Scholze, Kunze
Zuschauer: 1.210, darunter 150 Gäste
Schiedsrichter: Eugen Ostrin (Eisenach), Jürgen Backhaus, Jan Kanzler
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