FSV verliert gegen FC Sachsen Leipzig 0:2

Montag, 08. November 2010 - 08:52 Uhr (Aktueller Spieltag)

FSV Zwickau - FC Sachsen Leipzig 0:2Im Heimspiel gegen Sachsen Leipzig setzte es vor knapp 1.000 Zuschauern, mehr waren auf Grund des Dauerregens nicht auf die Halde gekommen, dank katastrophaler Chancenverwertung eine 0:2 Niederlage für den FSV. Nach der Führung der Gäste in der zehnten Minute durch einen Sonntagsschuss von Seitz aus 25 Metern in den Winkel spielten bis zum Abpfiff fast nur noch die Rot-Weißen, vergaben dabei aber selbst die besten Chancen, sodass “Heimkehrer” Shubitidze kurz vor Spielende einen Konter der Gäste schließlich zum 0:2 abschloss.  Ob es nun clevere Leipziger waren oder einfach nur ein glücklicher “Dreier” für die Gäste, dass sei an dieser Stelle dahin gestellt.  “Fakt ist, wenn wir einige unserer vielen Chancen nutzen, gehen wir als Sieger vom Platz.”, befand auch FSV-Trainer Nico Quade.

Der FSV begann zunächst mit drei Änderungen gegenüber dem Spiel in Halle. Für E. Fischer, Wilhelm und Laskowski rückten die Routiniers Hauser, nach langer Verletzungspause, Trehkopf, nach abgessener Gelb-Sperre, sowie der mit viel Beifall und aufmunternden Worten bedachte Stefan Schumann in die Startelf. Vor allem Letzterer verlieh der Zwickauer Abwehr sichtbar mehr Ruhe und Stabilität. Das sah auch Nico Quade nicht anders: “Stefan erhöht die Leistungsfähigkeit der Mannschaft um 20 Prozent, es war seine Entscheidung zu spielen und es hat ihm und auch der Mannschaft gut getan.” Spielerisch lief beim FSV schon mehr zusammen, als in den vergangen Wochen. Das Passspiel aus dem Mittelfeld heraus lief flüssiger und vor allem genauer, nicht zuletzt dank des wiedergenesen Christian Hauser. Doch der FSV verpasste es einfach, nach dem schnellen 0:1 die passende Antwort zu geben. Im Gegenzug verfehlte Neumann knapp das Tor, dann war Kellig auf und davon, konnte aber noch vom Sachsen-Keeper Weiß gestellt werden. Den Abpraller konnte der heraneilende Neumann ebenfalls nicht verwerten. Erneut Kellig wurde nur wenige Minuten später nach einer schönen Kombination durchs Mittelfeld und finalem Pass von Wölfel mustergültig freigespielt, scheiterte aber aus Nahdistanz wiederum an Weiß. Einzig Heinze war es, der nach 40 Minuten mit einem satten Schuss aus 20 Metern noch einmal für Gefahr vorm FSV-Gehäuse sorgte, doch Wohlfeld war auf dem Posten.

Nach der Pause änderte sich kaum etwas am Spiel. Der FSV agierte nun noch stürmischer und schnürte die Gäste in ihrer Hälfte ein, die bis zur 88. Minute zu keiner Gelegenheit mehr kamen. Dann aber legte Strobel den Torschützen zum 0:1 im Strafraum, doch Benjamin Schmidt traf beim fälligen Elfmeter nur den Pfosten. Viele FSV-Anhänger hofften nun noch einmal auf die Wende in der langen Nachspielzeit, doch es war Shubitidze, der den Sack letztlich zu machte, dabei aber aus Respekt zu seinem alten Verein nicht jubelte. Eine faire Geste des Georgiers. Zuvor vergab der FSV reihenweise gute Chancen und ließ seine Fans auf den Rängen fast verzweifeln. Auch das Eckenverhlältnis von 9:0 spricht Bände. Doch konnten die Rot-Weißen aus den vielen Standards resultierend aus einem kampfbetonten aber jederzeit ansehnlichen Oberligaspiel einfach kein Tor machen. Die größte Chance vergab schließlich Christof Neumann, dessen Kopfball nach 67 Minuten noch auf der Linie geklärt werden konnte. Nur eine Minute später flog Schöbe nach wiederholtem Foulspiel vom Platz, Kapital in Form von Toren konnte Zwickau jedoch nicht daraus schlagen.

Der FSV hätte heute viel für sein Selbstvertrauen tun und sich nach gutem Spiel mit den nötigen Toren selbst belohnen können, ja müssen, zumal es gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel ging. So aber stehen den Rot-Weißen unangenehme Wochen bevor, in denen es darum geht, nicht noch weiter in der Tabelle abzurutschen. Denn was unterm Strich steht, ist ein Punkt aus den letzten fünf Partien.  (Matthias Bley)

Trainer Nico Quade weiterhin zum Spiel:

“Die Mannschaft ist aktuell in einer schwierigen Phase. Mit den Spielern und auch dem heutigen Spiel bin ich nicht unzufrieden sondern natürlich mit den wenigen Toren und  Punkten, die wir holen. Das Spiel war ok, aber die Unkonzentriertheiten im Abschluss müssen abgestellt werden, sonst können wir wochenlang so weiterspielen, holen aber keine Punkte. Kellig hatte heute eben einen schlechten Tag, da kannst du zehn 300% Chancen herausspielen, sie werden eben nicht genutzt. Aber die Chancen waren da, wir sind in der Lage uns diese herauszuspielen, auch das müssen wir mitnehmen. Zudem hat man gesehen, wie wichtig Hauser für unser Spiel ist, es wird einfach besser und flüssiger Fußball gespielt. Zu den Standardsituationen, sie sind kein generelles Problem, schließlich haben wir auch schon einige Tore nach Ecken erzielt. Dennoch arbeiten wir auch daran, um die Vielzahl an Standards wie heute in zählbares umzumünzen. Und wenn die Mannschaft in diesem Punkt versagt, muss sie sich eben auch diese Kritik anhören. Es ist aber alles auch eine Frage des Laufes, und der kommt eben nicht von heute auf Morgen. Das beste Beispiel ist doch Chemnitz, die haben ihre Mannschaft auch über zwei-drei Jahre entwickelt und ernten nun die Früchte.”

Aufstellung:
FSV: Wohlfeld, Gillert, Schumann (69. Laskowski), Lietz, Trehkopf, Jazwinski, Neumann, Wölfel, Strobel, Hauser (82. Haeseler), Kellig
FCS: Weiß, Schöbe, Felke, Werner, Köckeritz, Ledwoch (80. Teichmann), Shubitidze (90.+1 Heyse), Schmidt (ab 86. Schößler), Heinze, Seitz, von der Weth

Tore: 0:1 Seitz (10.), 0:2 Shubitidze (90.)

besonderes Ereignis: Schmidt (86./FCS) schießt Foulelfmeter an den Pfosten
Gelbe Karten: Jazwinski, Wölfel, Haeseler, Strobel – Köckeritz, Ledwoch, Schmidt
Gelb-rote Karte: Schöbe (68./FCS/)
Zuschauer: 932 | 150 Gäste
Schiedsrichter: Stefan Prager (Merkendorf), Jan Schröder, Carsten Östreich

stefan erhöht die leistungsfährigkeit dermannschaft um 20 %, es war seine entscheidung zu spielen und es hat ihm und auch der mannschaft gut getan.