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FSV Zwickau - Chemnitzer FC 3:2 (0:1) [20. Spieltag]

17-12-16 cfcstart

FSV dreht Wahnsinnsspiel

Was für ein Derby. Lange Zeit dominierten die Gäste aus Chemnitz und führten Mitte der 2. Halbzeit mit 2:0. Doch der FSV zeigte eine große Moral und drehte durch drei Kopfballtore die Partie. Durch dieses 3:2 überwintert der FSV vier Punkte über der Abstiegszone. Dabei gelangen einem Spieler, der heute sein Startelfdebüt gab, zwei Tore.

Torsten Ziegner musste seine Mannschaft erneut umbauen. Davy Frick und Ronny Garbuschewski fehlten gesperrt. Dafür begannen Nico Antonitsch und Fabian Eisele. Der vor der Saison von Hertha BSC II gekommene Stürmer gab sein Startelfdebüt. Taktisch rutschte René Lange auf die 6er Position. Die Gäste aus Chemnitz kamen um einiges besser ins Spiel. Eine erste Chance hatte Myroslav Slavov, der nur knapp verzieht (10.). Als dann Chemnitz über den schnellen Hansch angreift, kann dies Christoph Göbel nur auf Kosten eines Freistoßes unterbinden. Reinhardt bringt den Ball nach innen, wo sich Slavov gegen Ronny König durchsetzt und zum 0:1 einschiebt (18.). Ein erster gefählicher Angriff des FSV endet mit einem Schuss von Bentley Baxter Bahn, der von Kevin Kunz sicher gehalten wird (22). Als dann Ronny König im Strafraum zum Schuss kommt ist Kunz im Nachfassen erneut zur Stelle (28.). Nur eine Minute später hätte Daniel Frahn erhöhen können, schießt aber seine Direktabnahme übers Tor (29.). Ein Foul von René Lange an Tom Baumgart beschert den Chemnitzern die große Chance zu erhöhen. Schiri Lossius zeigt auf den Punkt und Daniel Frahn läuft an. Wie einst Antonin Panenka wollte Frahn den Elfmeter in die Mitte lupfen. Was der Tscheche perfekt beherrschte ging beim Chemnitzer total in die Hose. Johannes Brinkies blieb einfach stehen und nahm das Geschenk dankend an (38.). Noch vor der Pause erläuft Florian Hansch eine Kopfballrückgabe von Nico Antonitsch. Doch Brinkies macht sich groß und gewinnt das Eins-gegen-Eins Duell (45.+1). Die zweite Hälfte begann mit einem echten Aufreger. Einen Ball von Fabian Eisele spielt der eingewechselte Marcus Mlynikowski im Strafraum klar mit der Hand. Unverständlicherweise blieb der fällige Elfmeterpfiff aus (51.).Doch es kam noch schlimmer für den FSV: Nach der zweiten Ecke für die Gäste stand es plötzlich 0:2. Mbende verlängert in der Mitte und am langen Pfosten kann Maurice Trapp freistehend einköpfen (59.). Damit schien die Partie gelaufen und der FSV wirkte mausetot. Doch auf einmal legte der FSV den Schalter um. Christoph Göbel bringt eine Flanke in den Strafraum, wo Fabian Eisele mustergültig zum 1:2 einköpft (64.). Zwei Minuten später dann Freistoß für den FSV. René Lange spielt den Ball nach vorne, wo Eisele erneut zum Kopfball kommt. Der Ball titscht noch vor Kunz auf und geht zum 2:2 ins Tor (66.). Da machte der CFCKeeper keine gute Figur. Der CFC nun geschockt und der FSV drehte noch einmal richtig auf. Christian Mauersbauer nimmt sich ein Herz und schießt knapp rechts vorbei (77.). Kurz danach bringt René Lange wieder einen Eckball nach innen. Irgendwie kommt Bentley Baxter Bahn mit dem Hinterkopf an den Ball. In bester Bogenlampenmanier senkt sich der Ball zum 3:2 ins lange Eck (78.). Spätestens jetzt verwandelte sich das Stadion Zwickau in ein Tollhaus, der Jubel kannte keine Grenzen. Nun stand der FSV sicher und brachte diesen eminent wichtigen Sieg ins Ziel. Der FSV überwintert auf Tabellenplatz 16 und steht vier Punkte über der Abstiegszone. Weiter geht es am 20. Januar 2018. Dann muss der FSV zu den Sportfreunden Lotte.

Tore:

0:1 Slavov (18.)

0:2 Trapp (59.),

1:2, 2:2 Eisele (64., 66.)

3:2 Bahn (78.)

besonderes Vorkommnis: Frahn verschießt Foulelfmeter (38.)

FSV Zwickau:

Brinkies – Barylla, Antonitsch, Wachsmuth, Göbel/gelb – Lange/gelb – Miatke (60. Mauersberger), Könnecke (90. Ferfelis), Bahn – Eisele (87. Hodek), König

Chemnitzer FC:

Kunz – Leutenecker/gelb, Mbende, Trapp, Koch (39. Mlynikowski/gelb) – Hansch, Grote, Reinhardt, Baumgart – Frahn, Slavov

Zuschauer: 5.750 (Gäste: 1.000)

Schiedsrichter: Oliver Lossius (Sondershausen)

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Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer