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Rückblick: Stimmen zum Auswärtssieg beim FC Rot-Weiß Erfurt

18-02-05 stimmenerfurt

Bentley Baxter Bahn traf mit seiner Aussage den Nerv aller Zwickauer, die den Weg nach Erfurt am gestrigen Tag angetreten sind: „Es war ein anstrengendes Spiel, aber ein Riesenkompliment an jeden Einzelnen, an die ganze Mannschaft. Wir haben uns die Lunge aus dem Körper gelaufen. Das war ein Superspiel von uns.“ Auch Anthony Barylla äußerte sich zum 3:0-Auswärtssieg: „Wir haben uns reingebissen. Das 2:0 in Unterzahl war ein Knackpunkt. Dann haben wir es gut verteidigt. (…) Man kriegt auch für schlechte Spiele 3 Punkte!“

Stürmer Ronny König hatte mit seinem Doppelpack einen wesentlichen Anteil am zweiten Auswärtserfolg der Saison. Für ihn zählt letztlich aber nur das Team: „Wichtig ist es, dass man gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt punktet. Wir bekommen jetzt noch genügend Spiele gegen Teams, die oben mitspielen, wo man sagt, da müsste nochmal ein Bonuspunkt her. Wo man nicht von vornherein sagt, da sind Punkte einprogrammiert. Gerade jetzt, wo Chemnitz gewonnen hat. Damit wir die auf Abstand halten. Ich habe mich jetzt ein paar Spiele ausgeruht und bin froh, dass ich wieder getroffen hab. Hauptsache, wir gewinnen die Spiele und machen den Klassenerhalt frühzeitig perfekt.“

Das Thema des Spiels war dennoch die 41. Minute. Nach einem Zweikampf mit Bosnier Nermin Crnkić sah Nils Miatke den roten Karton von Schiedsrichter Michael Bacher. Angesprochen auf seine rote Karte sagte er: „Er (Crnkić) tritt unten nach. Ich rangle und schubse ihn schon, aber sich hinzuschmeißen und das Gesicht zu halten, ist einfach unangebracht. Der Linienrichter steht genau daneben, gib mir Gelb und es ist ok. Ich schlage ihm nicht ins Gesicht, ich mache gar nichts. Deswegen eine rote Karte zu geben, finde ich überzogen. Ich weiß nicht, ob man gar keinen Körperkontakt mehr haben kann.“ Für die Entscheidung, beiden beteiligten Spielern am Zweikampf nur eine gelbe Karte zu zeigen, sprach Miatke sein Verständnis aus. Dennoch freute sich der Außenspieler über den Sieg seiner Mannschaftskollegen: „Ich habe mich bei der Mannschaft schon bedankt, dass sie so eine Reaktion gezeigt, gleich das 2:0 nachgelegt hat. (…) Verdient gewonnen, aber ärgerlich (Anm. der Redaktion: aufgrund der roten Karte).“ Weiterhin hatten die Rot-Weißen nach Anlaufschwierigkeiten den Schlüssel zum Sieg gefunden. Miatke begründete diese Aussage: „Bis zum Tor waren wir nicht präsent. Da haben wir wenig gemacht. Dann Flanke und Eisi (Eisele) aus dem Nichts mit dem 1:0. Dann wurden wir besser und man hat es bei Erfurt gesehen, dass das Selbstvertrauen gar nicht mehr da war.“ Auf die Frage, ob der FSV auch einmal zu zehnt spielen sollte, antwortete der 28-Jährige: „Wir haben zwei Gesichter: Auswärts- und Heimgesichter. Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Das hat man auf dem Platz gespürt. Das Tor hat uns Sicherheit gegeben. Dann noch nachzulegen, ist was Überragendes.“

Johannes „Pommes“ Brinkies war erneut in den richtigen Momenten zur Stelle und parierte mehrfach klasse: „Wir haben super verteidigt auf einem schwierigen Platz, der viele Körner gekostet hat. Das haben wir hervorragend gemacht. Der Sieg geht in Ordnung, auch wenn er nicht schön war.“ Bezüglich des nächsten Heimspiels gegen Meppen ist die Marschroute für Brinkies klar: „Da haben wir eine kleine Rechnung offen. Das Hinspiel lief nicht so glücklich für uns. (…) Wir wollen unsere Serie mit drei Siegen ausbauen.“ Einen kleinen Ausblick zur nächsten Heimpartie lieferte Torjäger König ebenso: „Im Hinspiel haben wir vier Stück gekriegt. Da müssen wir was reparieren.“